Psychotherapie, Achtsamkeit und Meditation in Freiburg

Psychotherapie wird gegenwärtig immer häufiger mit dem Konzept Achtsamkeit in Verbindung gebracht. Was sich dahinter jeweils genau verbirgt, wird jedoch sehr unterschiedlich verstanden.
Im Zeitalter von Effizienz und Schnelllebigkeit müssen Menschen wie Hochleistungsrechner funktionieren. Um dem Leistungsdruck stand zu halten werden häufig auch Achtsamkeitsübungen eingesetzt, die jedoch ursprünglich mit einem anderen Ziel entwickelt wurden.

Die Achtsamkeitspraxis hat ursprünglich ihre Wurzeln in der (buddhistischen) Meditation, deren eigentliches Ziel es war, klar zu sehen und sich selbst zu erkennen. Das hat nicht nur mit Entspannung zu tun, da man auf dem Weg dort hin teilweise auch mit unangenehmen Gefühlen konfrontiert wird. Zunehmend entwickelt sich jedoch ganz von selbst ein Zustand einer tiefen Stille wenn man sich selbst so annehmen kann wie man ist. Psychotherapie in Verbindung mit Achtsamkeit kann Menschen so in einen tiefen Kontakt mit sich selbst bringen und inneren Frieden entwickeln.

Eine Therapie kann als Weg zu sich selbst verstanden werden –
Der Therapeut hilft, in unwegsamem Gelände weiter zu kommen.

Im Vordergrund steht dann nicht mehr das Entfernen von problematischen Symptomen, sondern aufmerksamer für sich selbst zu werden, wie auch in Kontakt mit eigenen inneren Potentialen zu kommen. – Dass die Probleme dann kleiner werden ist ein durchaus begrüßenswerter Nebeneffekt. Mit dem Verständnis des Personzentrierten Ansatzes können Psychotherapie, wie auch die Grundidee der Achtsamkeit und Meditation dazu dienen, mit einer potentiell stets vorhandenen seelischen Gesundheit in Kontakt zu kommen, wodurch Heilung gewissermaßen „von innen heraus“ stattfindet.

Der Focusing-Ansatz schafft es hier, gewissermaßen eine Verbindung zwischen Psychotherapie und Meditation herzustellen ohne dabei bestimmte Techniken erlernen zu müssen. Der beides verbindende Ansatz ist, etwas mit Achtsamkeit zu begegnen und dadurch Aufmerksamkeit zu schenken, was sonst im rasanten Alltagsgeschehen untergeht. Durch den achtsamen Kontakt mit diesem „etwas“ wird ein Zugang zu den persönlichen Bereichen ermöglicht, wo Blockaden liegen, aber genauso auch eine innere Kraft zu finden ist.

Bei näherem Interesse zum Thema empfehle ich das Buch von John Welwood (2010): „Psychotherapie und Buddhismus. Der Weg persönlicher und spiritueller Transformation“. Freiburg: Arbor-Verlag.