Psychotherapie

Dipl.-Päd. Christian Kabsch | Heilpraktiker für Psychotherapie


Durchgang

Der „passende“ Psychotherapeut  …und…

„Was ist eigentlich Psychotherapie?“

INHALT
Wann kann ein Psychotherapeut und eine Therapie hilfreich sein?
Wie funktioniert Psychotherapie?
Der Ablauf einer Therapie

Wann kann ein Psychotherapeut und eine Psychotherapie hilfreich sein?

Die meisten Menschen suchen nach einem Psychotherapeuten, wenn die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben selten geworden ist. Wenn also sozusagen ein „sich über Wasser halten“ oder psychisches, emotionales oder auch körperliches Unwohlsein das Leben beherrscht.
Anders ausgedrückt könnte man es auch so beschreiben, dass man eher gelebt wird, als zu leben. Dass man also einen Zustand erreicht hat, in dem man regelmäßig vereinnahmt oder „überrollt“ wird von Gefühlen, Gedanken, Erinnerungen oder Erfahrungen, die einen nicht loslassen.

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Einschneidende Lebenserfahrungen kennt sicherlich jeder. Der Eine kann mit diesen Erfahrungen besser umgehen. Andere haben es hier etwas schwerer, mit der psychischen Belastung umzugehen. Warum es jemandem schwer fällt, „wieder aufzustehen“ oder „weiter zu gehen“ beschäftigt die Psychologie und Psychotherapie (z.B. in der „Resilienzforschung„) aktuell sehr stark und ist gleichzeitig nicht vollständig geklärt, da sehr viele Faktoren einen Einfluss haben. Psychotherapie bedeutet jedoch nicht, die ganze Kindheits- und Lebensgeschichte von Geburt an aufrollen zu müssen. Bedeutend ist immer, was gegenwärtig als schwierig und belastend erlebt wird.

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Wie funktioniert Psychotherapie?

Eine psychotherapeutische Behandlung, wie auch eine kürzer angelegte psychologische Beratung kann als „zeitlich begrenzte Unterstützung“ betrachtet werden. Ähnlich wie bei einem gebrochenen Bein, dem durch einen Gips oder eine Krücke für eine bestimmte Zeit eine Unterstützung gegeben wird, dass es wieder heilen kann.
Ähnlich ist es bei einer psychotherapeutischen Behandlung. Auch hier braucht ein Teil eines Menschen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung, weil sich der Zustand von alleine nur sehr schwer bessert, bzw. heilt. Die Zeit während einer psychotherapeutischen Sitzung kann so als Freiraum und „Heilungsraum“ für diese psychischen und emotionalen Probleme bezeichnet werden, die sonst im Alltag keinen ausreichenden Raum und Aufmerksamkeit erhalten.

Psychotherapeutische Verfahren

Neben der Analytischen Psychotherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der Verhaltenstherapie gibt es den Ansatz der Humanistischen Psychologie und Psychotherapie. In diesem Ansatz, den auch ich verfolge, steht das Individuum, also die Person im Mittelpunkt ihrer Erfahrung. Die „psychische Heilung“ geschieht hier sozusagen durch die Person (den Klienten) selbst. – Vorausgesetzt sie hat einen äußeren Rahmen, in dem sie sich zu ihrem eigenen Wohlbefinden entwickeln kann. In der Humanistischen Therapie  und Psychologie wird dies „Selbstaktualisierung“ genannt. Der Psychotherapeut ermöglicht dem hilfesuchenden Menschen einen Raum, in dem er zu „Selbst-Erkenntnis“ – oder anders – „selbst zu Erkenntnissen“ gelangen kann, die ihn aus seinem momentanen psychisch belastenden Zustand heraushelfen. Dieser momentane Zustand kann sicherlich mit Diagnosen, wie Depression“, „Angst- oder Panikstörung“, „Burnout“, „Anpassungsstörung“ oder anderen bezeichnet werden. Letztendlich steht jedoch die Person im Mittelpunkt, die diesen Zustand „live“ erlebt.

Veränderung durch eine Therapie

Die gewünschte Veränderung im eigenen Leben passiert nicht immer von heute auf morgen. Sicherlich sind manchmal konkrete therapeutische Empfehlungen oder psychologische Erklärungen vom Therapeuten hilfreich. Es liegt mir jedoch eine umso größere Bedeutung darin, dass der Klient Erklärungen für sich findet und eigene Strategien entwickelt. Und diese sind so unterschiedlich und zahlreich, wie es Menschen gibt. Von ganz besonderer Bedeutung ist daher der therapeutische Prozess, den der Klient mit seinem Therapeuten eingeht. Veränderung muss sich entwickeln dürfen – wie in dem schönen Gedicht „Über die Geduld“ von Rainer Maria Rilke beschrieben.

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Der Ablauf einer Therapie

Das Erstgespräch

In der ersten Sitzung – dem Erstgespräch – geht es in erster Linie darum, dass wir uns als zwei noch völlig unbekannte Menschen kennen lernen. Hilfreich ist hier, wenn Sie als KlientIn erst einmal erzählen, weshalb Sie sich entschieden haben, einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

Die Themen, die einen Menschen beschäftigen, werden hier häufig zum ersten Mal ausgesprochen, obwohl sie meist schon einen langen Weg von Erfahrungen, Gedanken und inneren Auseinandersetzungen hinter sich haben.

In der ersten Sitzung geht es somit darum, gemeinsam zu schauen, „wo es hingehen soll“, also welches Anliegen und welche Wünsche Sie haben.
Auch ganz „technische“ Fragen sollen im Erstgespräch geklärt werden – wie etwa die Häufigkeit der Sitzungen, also ob wöchentlich, alle zwei Wochen oder ganz unregelmäßig ein Termin stattfinden soll. Eine gewisse Regelmäßigkeit empfiehlt sich hier vor allem am Anfang, ist jedoch immer eine individuelle Entscheidung. Auch Fragen zu den Kosten der Behandlung (auch die eventuelle Kostenübernahme durch die Krankenkasse) werden besprochen.

Nicht zuletzt geht es um die wesentliche Frage, ob sich Psychotherapeut und Klient jeweils eine gemeinsame Arbeit vorstellen können. Psychotherapie ist eine sehr persönliche Arbeit und somit eine persönliche und gleichzeitig therapeutische Beziehung zwischen zwei Menschen. (Allein die Qualität der Beziehung zwischen Klient/ Patient und dem Therapeuten trägt nach Forschungsergebnissen zu über 80% zum Erfolg einer Therapie bei!)

Der Ablauf einer Therapiesitzung

In jeder einzelnen Sitzung wird immer die Frage sein, was gerade aktuell wichtig und deshalb in den Mittelpunkt der Sitzung zu stellen ist. Der Klient ist somit immer derjenige, der die Richtung vorgibt. Die Zeit in der Sitzung ist Ihre Zeit. Sie bestimmen, wie Sie diese Zeit nutzen möchten.
Im Vordergrund stehen also immer Sie als individuelle Person mit individuellen Bedürfnissen und Wünschen. So gibt es für mich keine „strategisch optimale Vorgehensweise“. Sondern in erster Linie die Orientierung daran, was im jeweiligen Moment passend erscheint. Immer verbunden mit dem Ziel, dass Sie die Zeit in der Therapie als wertvoll und fruchtbar erleben.

Wie gesagt – ich habe keine „psychotherapeutische Strategie, wie ich den Klienten verändern werde“. Der Klient hat selbst das Bedürfnis, sich oder sein Leben zu ändern. Und hierbei habe ich die Ehre, das Vertrauen entgegengebracht zu bekommen, ihn in diesem Prozess therapeutisch zu unterstützen und zu begleiten.

Das Ende der Therapie

Wie viele psychotherapeutische Sitzungen die gesamte Behandlung dauert ist immer schwer abzuschätzen und kann am besten der Klient selbst beurteilen. Sie selbst bemerken ob sich für Sie durch die Therapie etwas ändert und was eventuell noch offen steht und ob noch Bedarf an weiteren Sitzungen vorhanden ist.
Wie lange eine Psychotherapie dauert, wird somit immer vom Klienten selbst festgelegt und kann prinzipiell nach jeder Sitzung neu entschieden werden.

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